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Buchloer Bevölkerung bringt sich in die Kommunalpolitik ein

Ortsverein

Lebhafte Diskussionen am Infostand der Buchloer SPD

Auf reges Interesse stieß der Infostand, den die Buchloer SPD am 13.07. am Bauernmarkt veranstaltete. Buchloer Bürgerinnen und Bürger konnten ihre Ideen und Vorstellungen von einer guten Kommunalpolitik auf einen großen Notizblock niederschreiben mit dem Ziel, dass die SPD sie in ihr Wahlprogramm für die Stadtratswahl 2020 aufnimmt. Außerdem bestand die Möglichkeit, mit den amtierenden Stadträten oder den neuen Kandidaten für 2020 zu diskutieren oder sich selbst in die geplante Stadtratsliste der SPD einzutragen.

Überraschend viele Vorschläge betrafen kostengünstige Verbesserungen der innerstädtischen Verkehrssicherheit, die der Stadtrat auch in dieser Wahlperiode noch umsetzen könnte. Schwer einsehbare Kreuzungen mit Rechts-vor-Links-Regelung könnten mit gestrichelten Haltelinien versehen werden, um den Verkehr zur erhöhten Vorsicht zu mahnen. Außerdem könnten Tempo-30-Zonen zusätzlich durch Markierungen auf der Straße gekennzeichnet werden. Eine rollstuhl- und kinderwagengerechte Absenkung der Bordsteine an allen Fußgängerüberwegen wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger ebenso wie mobile Rampen an den Geschäften der Innenstadt.

Die Begrünung der Stadt auf allen freien Flächen liegt der Bevölkerung besonders am Herzen. Vor allem der bisher recht karge neugestaltete Bahnhofsvorplatz könnte noch ein paar Bäume gebrauchen. Außerdem fehlt hier eine Zufahrt zum Bahnhof für den Fahrradverkehr. Am provisorischen Busbahnhof hingegen fehlen Sitzgelegenheiten und ein Wetterschutz. Ein zentrales übergeordnetes politisches Ziel müsse außerdem die Schaffung eines umfassenden landkreisübergreifenden Busverkehrs sein, damit endlich die Pendlerparkplätze am Buchloer Bahnhof entlastet werden.

Städteplanerisch am weitesten geht die Forderung nach einer kompletten Verkehrsberuhigung der Buchloer Innenstadt, insbesondere der Bahnhofstraße. Ein breiteres kulturelles Angebot wünschen sich Buchloer Bürgerinnen und Bürger ebenso wie eine sinnvolle Weiternutzung der Stadthalle.

Schließlich brachte die Stadtbevölkerung auch klassische SPD-Themen zur Sprache. Ökologisches Bauen und bezahlbares Wohnen für alle lauteten die Schlagwörter. Damit ist vor allem gemeint, dass nicht jeder, der in Buchloe Wohnraum sucht, ein Einfamilienhaus möchte, sondern dass die Stadt vor allem zusätzliche Zwei- bis Dreizimmerwohnungen benötigt und dass dafür gern auch in die Höhe statt in die Breite gebaut werden darf, sofern dies ohne gravierende Beeinträchtigung der Nachbarn möglich ist.

Am Ende richtete sich die Aufmerksamkeit vor allem auf die Buchloer Kinder und ihre Betreuung. Die Kita- und Kindergartengebühren müssen weiter gesenkt werden, um junge Familien zu entlasten. Außerdem darf das Ziel, wieder einen Kinderarzt in Buchloe zu bekommen, nicht aus den Augen verloren werden.

Insgesamt war dieses neue Diskussionsformat am Informationsstand ein großer Erfolg. Viele Bürgerinnen und Bürger fühlten sich zum ersten Mal überhaupt von der Politik ernstgenommen, weil sie ungefiltert ihre Meinung einbringen konnten. Die SPD Buchloe plant darum, den Stand im Frühherbst 2019 nochmal zu wiederholen und anschließend ihr endgültiges Wahlprogramm zu schreiben.