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Überdurchschnittlicher Erfolg des Volksbegehrens Artenvielfalt in Buchloe

Landespolitik

Das bayernweit erfolgreiche Volksbegehren Artenvielfalt, das unter der griffigen Überschrift "Rettet die Bienen!" die Herzen der Bevölkerung eroberte, hatte in Buchloe besonders viel Erfolg. Laut den vorläufigen amtlichen Endergebnissen lag die Eintragungsquote in unserer Stadt mit 18,7% ein Stück über den Durchschitten im Landkreis Ostallgäu (17,0%), im Bezirk Schwaben (17,9%) und im gesamten Freistaat Bayern (18,3%).

Einen beträchtlichen Anteil an diesem guten Ergebnis hatte das eigens gegründete Aktionsbündnis aus mehreren Parteien, Vereinen und kirchlichen Gruppen, das in Stadt und Umland umfassend über das Volksbegehren informierte. Leiter und Motor des Aktionsbündnisses war der stellvertretende Vorsitzende unseres Ortsvereins, Peter Hack.

Peter plakatierte in der Verwaltungsgemeinschaft, koordinierte die vielen Informationsstände der einzelnen Gruppen, veröffentlichte die Presseerklärungen und die gemeinsame Zeitungsanzeige und sang schließlich am Abschlusswochenende auch beim Informationsstand des Kolpingchors "Chorisma". Bei strahlendem Winterwetter war dieser Chorauftritt vor dem Weltladen Buchloe symptomatisch für die gesamte Werbekampagne des Aktionsbündnisses: Dem Volksbegehren flogen die Herzen eines beträchtlichen Teils der Stadtbevölkerung zu. Die Menschen blieben zum Gespräch und zum Lob der Aktion stehen, schunkelten und tanzten zu den rhythmischen Liedern des Chors und verbreiteten gute Laune und Zuversicht.

Ungetrübt war die Freude allerdings nicht. Der örtliche Bauernverband plakatierte gegen das Volksbegehren und erhob auch in seinen Presseerklärungen erhebliche Einwände. Sein Versuch, den Teilnehmenden an der Abstimmung ein schlechtes Gewissen einzureden, indem er ihnen unterstellte, mit Mährobotern und Desinteresse an ökologisch hergestellten Lebensmitteln im privaten Bereich der Natur zu schaden, fruchtete jedoch nicht. Ein Großteil der Bevölkerung macht sich nämlich sehr wohl Gedanken über umweltverträgliches Verbraucherverhalten.

Nach dem großen Erfolg des Volksbegehrens ist nun der bayerische Landtag an der Reihe. Wenn er - was leider zu erwarten ist - das Volksbegehren nicht unmittelbar als Gesetzesänderung beschließt, wird es im Frühjahr zu einem Volksentscheid darüber kommen. Der Landtag hat dabei das Recht, bei der Abstimmung dem Entwurf des Volksbegehrens einen eigenen Gesetzentwurf gegenüberzustellen. Wie dieser zu erwartende Gegenentwurf aussehen wird, werden die Nachrichten der nächsten Wochen zeigen. Vielleicht ist sogar eine gemeinsame Linie zwischen Naturschützern und Landwirten möglich.